Montag, 27. Juni 2011

Entschuldigt mich noch einmal, ich komme hier irgendwie zu nix... Sorry! Gibt auch wieder mehr heute (:

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Ich wollte Mina grade danken, dass sie mir half, als sie mich fragte, ob wir nach dem Frühstück los gehen wollten. Ich stimmte zu und freute mich schon auf die ganzen Abenteuer, die wir erleben würden, aber am meisten freute ich mich auf die Ruhe.


Während ich mein Frühstück hinunter schlang, überlegt ich mir eine Reiseroute.
Letztendlich wusste ich immer noch nicht wohin, aber ich hatte ein paar Ideen.


Ich hatte keine Ahnung, wo wir suchen sollten, aber das war nicht schlimm, dachte ich. Mina würde etwas einfallen, da war ich mir sicher.


"Musst du noch irgendwas packen oder können wir gleich los?", fragte ich.
Es gab sicher ein paar Sachen die nützlich sein könnten, ich wusste nur nicht genau was uns erwarten würde.


Ich wusste erst nicht genau, was ich mitnehmen sollte, aber dann fielen mir doch einige nützliche Dinge ein. Wortlos schnappte ich mir einen Rucksack und packte eine Taschenlampe, ein Schweizer Messer, zwei warme Decken und ein bisschen Proviant ein. Auch Geld nahm ich mit.

Samstag, 25. Juni 2011

Ich ließ mich einfach rückwärts auf die Couch fallen und schaute zur Decke.
In Gedanken war ich schon auf dem Weg nach.. irgendwo hin. Morgen würde ein großer Tag werden.
Als ich am nächsten Tag wieder aufwachte, dröhnte mir der Schädel."Ja, das ist der Scotch.", dachte ich.
Zum Glück verzog sich der Schmerz nach ein paar Minuten wieder und ich rappelte mich auf, um aufzustehen.


Als ich aufwachte, war Mina schon aufgestanden. Mir war das peinlich, ich mag es nicht, später als mein Besuch aufzustehen, aber ihr schien das egal zu sein. Überraschenderweise spürte ich keine Nachwirkungen von gestern Abend, außer dem wunderbaren Gefühl, einer tollen Frau begegnet zu sein.
Ich stand auf und machte Frühstück.


Ich stellte mich schweigend neben ihn und half ihm beim Frühstück machen. Ich hatte zwar die Angewohnheit sogar Wasser anbrennen zu lassen, aber auf irgendeine Art und Weise schaffte ich es, die Küche nicht abzufackeln. "Wollen wir gleich nach dem Frühstück losgehen?", fragte ich dann.

Freitag, 24. Juni 2011

Erstmal 'Tschuldigung, dass ich euch so lange im Stich gelassen hab - dafür gibts jetzt auch mehr (:

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Ich war begeistert, dass Mina zugestimmt hatte. Aber auch ich war sichtlich unter Alkoholeinfluss. "Möchten Sie die Nacht über vielleicht bei mir bleiben?", fragte ich. "Und möchten Sie mich vielleicht duzen?"


"Jaa.",lallte ich als Antwort."Das mit dem siezen ist nach der Gewohnheit,musst du entschuldigen.
Wollen wir gehen?"


"Auf geht's!", sagte ich und wir beide gingen leicht schwankend zu meinem bescheidenen Heim in der kleinen grünen Burg. Ich schämte mich ein bisschen für die Einrichtung, die ich aus Sperrmüll zusammengesucht hatte, aber dank des Alkohols war es mir dann doch egal.


"Hübsche Wohnung." Da ich alles leicht verdreht sah, fand ich sogar mich selbst plötzlich schön. Ja - alles war schön.
Ich grinste dümmlich.
"Ich nehme mal an die Couch gehört mir?"


Ich hörte kaum noch zu. War viel zu sehr mit der Reise beschäftigt, die ich mir schon ausmalte. Nur als Mina mich fragte, ob sie auf der Couch schlafen dürfe, blickte ich noch einmal auf und nickte.

Dienstag, 21. Juni 2011

"Das würde mich freuen. Ich kenne mich ein bisschen aus - ich bin ja auch irgendwie in einer Ameisenburg gelandet. Ich könnte sie ein bisschen herumführen.
Irgendein bestimmtes Reiseziel?", grinste ich zurück und schielte hinter meinem Scotch hervor.


"Das wäre toll!", sagte ich. "Ich möchte irgendwohin, wo alle verschieden sind und wo man sich nicht fürchten muss, etwas falsches getan zu haben. Wo man jeden Tag etwas neues kennenlernen kann, es nie langweilig und dennoch nicht zu stressig ist. Und Sie?"


"Ich weiß zwar nicht ganz wo das sein soll, aber wir können diesen Ort ja mal suchen gehen. Mir gefällt die Idee."
Ich versuchte aufzustehen und schwankte leicht.Obwohl ich Scotch gewohnt war, hatte ich wohl etwas zu viel davon getrunken.
Also viel ich zurück in den Stuhl.  "Morgen vielleicht."

Sonntag, 19. Juni 2011

"Ich auch", antwortete ich. Nachdem ich mich nicht mehr verhielt wie die anderen wurde ich nach und nach von allen Aktivitäten ausgeschlossen. Ich hatte da allerdings schon längst kein Problem mehr mit.


"Haben Sie sich schon mal überlegt von hier weg zu gehen?", fragte ich.


Ich war verwundert. Daran hatte ich tatsächlich noch nicht gedacht. Für mich gab es keine Welt außerhalb dieser Ameisenburg. "Nein, noch nie... Aber damit könnte ich ja jetzt anfangen!", sagte ich und grinste sie an.

Freitag, 17. Juni 2011

Ich muss mich erstmal abmelden, ich bin bis Sonntag nicht mehr da. Morgen also kein Post. Tschuldigung.

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"Stimmt. Denken Sie, es gibt da draußen noch mehr von uns?", fragte ich aus purer Neugier.
Nicht mehr einsam zu sein, hatte doch seinen Reiz.Zumindest antwortete jetzt jemand, wenn ich fragte.


"Bestimmt gibt es die", antwortete ich. "Man muss sie nur suchen... Aber da können wir lange suchen, glaube ich." Ich mochte diese Frau. Sie war anders als alle, die ich bisher getroffen hatte.


"Na ja, ich hab' Zeit.", das stimmte - die hatte ich wirklich .Außerdem mochte ich ihn, auch wenn ich mit Zuneigung noch nie gut klar gekommen war.

Donnerstag, 16. Juni 2011

Sorry erstmal, dass wir so lange nicht mehr gepostet haben. Irgendwie reichte die Zeit dazu nicht.
Ich stell unten gleich mal ne neue Umfrage hin, wär nett, wenn ihr mitmachen würdet!

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"Bis heute hatte ich gewissermaßen keine andere Wahl, als so zu werden wie sie, oder einsam und alleine vor mich hinzuvegetieren...", sagte ich. Bei dem dritten Scotch, auf den ich Mina einlud, wurde mein Kopf langsam schwer. "Wieso gibt es kein Zurück mehr für Sie?", fragte ich dennoch.


"Na ja - jetzt vegetieren wir zu zweit vor uns hin.", lächelte ich, bevor ich ihm antwortete, "Ich habe mich endgültig entschieden.
Das mit dem 'so werden wie sie' habe ich ausprobiert und wenn ich es wieder tue, werde ich höchstwahrscheinlich vollkommen durchdrehen oder irgendetwas sehr dummes tun.
Wollen sie wirklich so werden wie sie?"
Und der dritte Scotch.In Gedanken gab ich zu, dass ich Scotch liebte.Immerhin war ich auch ein schottischer Käfer (oder ich bildete mir zumindest ein, einer zu sein).


“Ich weiß es nicht", antwortete ich. "In meinen dunkelsten Stunden, wenn ich ganz alleine bin und müde, dann stelle ich mir vor, ich könne alles schaffen. Jetzt bin ich mir da aber nicht so sicher. Aber jetzt brauche ich das auch nicht mehr. Jetzt bin ich nicht mehr alleine." Ich lächelte.

Mittwoch, 8. Juni 2011

"Dort wo ich herkomme ist es das Selbe, nur mit etwas mehr Käfer. Unglücklicher Weise verstehe ich mich mit den meisten nicht sehr gut, also bin ich hier.
Ich passe wohl nicht ganz in das System rein.Und Sie anscheinend auch nicht.
Eine Ameise die sich von der Menge absondert, so etwas sieht man auch nicht immer."


"Was sind wir denn nun?", fragte ich."Sind wir die Normalen oder die Verrückten?" Das war eine Frage, die mir schon lange Kopfzerbrechen bereitete, allerdings erkannte ich nun, dass ich mich damit nicht alleine herumschlagen musste.


"Hoffentlich die Verrückten.",meinte ich halb-ernst, "Die Begegnungen
mit den Normalen stelle ich mir grauenhaft vor, daher meide ich sie."
Ich spürte wie der Alkohol langsam seine volle Wirkung zu entfalten begann und lächelte versonnen.

Ich merkte, dass ich langsam zu lallen anfing, auch alberner wurde ich. Meinem Gegenüber war das ebenfalls anzusehen. "Hoffentlich die Verrückten", meinte Mina, und ich war mir nicht ganz sicher, ob sie Spaß machte oder nicht. "Die Begegnungen mit den Normalen stelle ich mir grauenhaft vor, deshalb meide ich sie", sagte sie noch und verstummte dann. "Das tue ich ebenfalls", entgegnete ich, "aber ich weiß nicht, ob mir das weiterhin so gut tut..."


"Was wollen sie denn mit den normalen anfangen? Ich bin mir nicht sicher, ob es einem gut tut so wie sie zu sein.", antwortete ich Lucas.
"Für mich jedenfalls gibt es kein zurück.",murmelte ich noch hinterher.

Montag, 6. Juni 2011

Wir tranken noch einen Scotch. Während ich aus dem Fenster sah, schien Mina mich zu beobachten, bis sie schließlich fragte: "Aber, was machen Sie eigentlich hier?" "Pscht!", sagte ich. "Sonst finden sie mich!" - "Wer findet Sie?" - "Niemand. Ich wollte nur wissen, wie Sie reagieren."

"Sie sind die eigenartigste Ameise die mir seit langem begegnet ist.",murmelte ich grinsend.
"Was denke Sie jetzt über meine Reaktion?", fragte ich dann.


"Ich", sagte ich, "bin fasziniert. Leuten wie Ihnen begegnet man hier nicht oft."

"Das müssen sie mir erklären." Er hatte meine Neugier geweckt.


"Kein Problem!", sagte ich und rieb mir die Hände, alle sechs. "In dieser Burg begegnet man fast nur Ameisen, Ameisen mit dem gleichen Aussehen, Ameisen mit der gleichen Stimme, Ameisen mit dem gleichen Namen, Ameisen mit der gleichen Meinung. Was meinen Sie, wie oft ich diesen Witz schon gemacht habe. Ich habe aufgehört, mitzuzählen. Immer hatte ich das gleiche Ergebnis. Sie sind anders. Sie unterscheiden sich."

Sonntag, 5. Juni 2011

Es geht weiter!

Ich liebte das kitzelnde Gefühle eines frischen Scotches und die irreale Wärme die sich danach ausbreitete.
Ich war nicht der typische Käfer,immerhin saß ich Scotch trinkend in einer Ameisenburg, aber mal abgesehen davon war ich akzeptabel.
Ich fing wieder an zwischen meinen Flügeln zu wühlen, doch es war zwecklos - ich hatte keine dabei.Also fragte ich die Ameise ob sie mir eine Zigarette borgen könnte.


Eigentlich mag ich Scotches nicht so gerne, aber in dieser Atmosphäre tat er mir doch gut. Plötzlich begann der Käfer, in seinen Flügeln zu kramen. Er suchte etwas. Und da bewahrheitete sich meine Vermutung: Er fragte mich nach einer Zigarette. Während ich ihm eine gab, fiel mir auf, dass ich nicht einmal seinen Namen kannte. "Wie heißen Sie eigentlich, wenn ich fragen darf?", sagte ich auch gleich.


Ich zündete sie an und nahm einen tiefen Zug bevor ich antwortete."Ich heiße Mina. Sie?", erwiderte ich prompt.
Währenddessen lehnt ich mich etwas zurück und genoss die Ruhe.


Ich war überrascht. Der Käfer war zugegebenermaßen nicht der schönste, sein, nein ihr Name hingegen war geradezu perfekt. "Mina...", sagte ich und ließ mir den Namen auf der Zunge zergehen. "Ein toller Name. Zu einer tollen Frau!", sagte ich, wollte im nächsten Moment allerdings im Boden versinken. Wie konnte ich so etwas nur sagen? Sie würde mich für völlig verrückt halten. Doch sie reagierte gar nicht darauf. Sie sah mich nur weiter an, wartete auf eine Antwort. Schnell sagte ich: "Ich heiße Lucas."


Irgendwo unter meiner Käferhaut wurde ich gerade ziemlich rot.Das war wahrscheinlich dass netteste Kompliment seit langem. Also meinte ich:
"Ein toller Name, für einen tollen Mann. Auf jeden Fall haben Sie Geschmack, Lucas. Cheers!", stieß ich mit ihm auf die nächste Runde Scotch an.
Wie hätte ich jemanden der gerne Scotch zu trinken schien, auch nur abweisen können?!
"Aber, was machen Sie eigentlich hier?"

Samstag, 4. Juni 2011

Wie alles begann...

Unsere Geschichte ist ein bisschen schwer zu lesen. Wenn man allerdings den Trick raus hat, ist es ganz einfach. Das geht so: Immer wenn ein Platz von zwei Zeilen dazwischen ist, spricht eine andere Person. Keine Sorge, es gibt nur zwei, das ist recht übersichtlich. ;) Wie die Personen heißen und was sie sind bekommt ihr im Laufe der Geschichte raus. Dann fangen wir mal an!

*


Ich ging suchend durch eine kleine grüne Burg mit lauter Ameisen, als ich einen Käfer alleine an einem Tisch sitzen sah.
"Guten Morgen, haben Sie vielleicht Feuer? Ich möchte meine Zigarette anzünden", fragte ich ihn. Doch er sah mich nur verwundert und ein kleines bisschen ängstlich an.
Ich fragte noch einmal, bekam aber immer noch keine Antwort.


Ich hatte es gerade noch so geschafft in die Burg zu humpeln und mich hinzusetzen, als mich irgendein Krabbeltier nach Feuer fragte.
Ich traute praktisch niemandem, dementsprechend schwieg ich erst einmal.
Doch aus irgendeinem Grund erschien mir mein Gegenüber sympathisch, also kramte ich zwischen meinen Flügeln mein Feuerzeug heraus und hielt es ihm entgegen.


Anscheinend hatte der Käfer doch noch beschlossen, mich nicht zu ignorieren, denn er gab mir ein Feuerzeug. Ich nahm es dankend entgegen und zündete meine Zigarette an. Schweigsam saßen wir uns gegenüber.


Ich hasste Schweigen, doch das Sprechen war noch nie eine meiner Stärken gewesen.Doch ich beschloss der Ameise einen Scotch auszugeben, was aber nur daran lag ,dass es sich nicht gehört alleine zu trinken. Mal abgesehen davon kannte ich hier noch keinen.


Der Käfer war ungewöhnlich still, was mich verwirrte. Normalerweise wurde man hier immer von einem wahren Wortschwall überschwemmt, doch dieser Käfer schien eines anderen Kalibers zu sein. Die stille beruhigte mich, sie tat mir gut. Aber schließlich brach der Käfer das Schweigen und bot mir einen Scotch an, den ich gerne annahm. Und so saßen wir dort und tranken den Alkohol. Er betäubte mich angenehm.